Von Slowenien bis Marseille: Rekordverdächtige Anreise zur Charity-Radtour
25.06.2026 · 17:20 Uhr · Gerlinde Müller
Der Weg zum Start wird selbst zur Mission
Eigentlich sollte die Charity-Rennradtour in Slowenien starten. Da dies organisatorisch nicht für alle Radfahrer möglich war, wurde der offizielle Start nach Marseille verlegt. Einer der Fahrer hält jedoch am ursprünglichen Plan fest und ist bereits unterwegs – von Slowenien bis zum Treffpunkt in Marseille.
Werners Route von Slowenien nach Marseille
Werner, der älteste Rennradfahrer im Team, sucht die Herausforderung. Ganz alleine? Natürlich nicht. Immer an seiner Seite ist Klaus, der Mann für alle Fälle und Fahrer des Tourvans. Klaus hat bereits alle Hände voll zu tun: Schon vor der Abfahrt nach Slowenien hat er die vier Rennräder von Werner, Karsten, Caspar und Konstantin eingeladen. Das hat einen kuriosen Nebeneffekt: Die anderen drei können derzeit gar nicht mehr trainieren – während „Opa Werner“ gerade wohl eine der härteste Trainingswochen seines Lebens absolviert.
6 harte Etappen bis zum Treffpunkt in Marseille
Schon jetzt sammelt Werner Kilometer für den guten Zweck. Eine beeindruckende Extra-Etappe, die ihm alles abverlangt: brütende Hitze, anspruchsvolle Anstiege und lange Tage im Sattel. Während die meisten Teilnehmer noch dem offiziellen Start entgegenfiebern, ist für Werner das Abenteuer längst Realität geworden. Wenn er in Marseille auf die Gruppe trifft, wird er bereits eine kleine Europatour in den Beinen haben – und vielleicht den ersten Vorgeschmack darauf, was die Charity-Rennradtour für alle bereithält.
Kurznachricht von Werner vom 23.06.2026:
„Es waren nicht die Temperaturen von bis zu 37 Grad, sondern die Umleitungen und der häufige Gegenwind, die mir heute so zu schaffen machten, dass die Beinmuskeln zu verkrampfen drohten. Das Mittel der Wahl: massieren und abends noch eine Runde spazieren gehen.“
Nachricht von Werner und Klaus vom 24.06.2026:
"Heiß, heiß, heiß … das ist heute das Thema des Tages. Wir sind bei 33 °C gestartet und haben bei 43,5 °C abgebrochen. Die restlichen 19 Kilometer legen wir mit dem Van zurück. Nicht nur die Hitze, sondern auch die Pollen treiben uns die Tränen in die Augen. In einem guten italienischen Restaurant versuchen wir, uns zu trösten – aber die Augen tränen immer noch. Jetzt können wohl nur noch Augentropfen helfen."
25.06.2026 Die Etappe nach Turin:
Die Etappe nach Turin führt diesmal über deutlich ruhigere Straßen als noch am Vortag. Dennoch wird sie für Werner zur echten Hitzeschlacht: Bei Temperaturen von weit über 42 °C kämpft er sich Kilometer für Kilometer voran.
Am Abend erwartet Werner und Klaus eine angenehme Überraschung. Das gut gelegenes Hotel bot nicht nur eine willkommene Abkühlung, sondern erlaubte sogar, das Rennrad mit aufs Zimmer zu nehmen – ein echter Pluspunkt.
26.06.2026 Werners 5 Etappe mit fast 2000 Höhenmetern
Doch der nächste Morgen beginnt alles andere als entspannt. Ein Stromausfall legt das gesamte Hotel lahm – inklusive Aufzug. Also hieß es: vom 7. Stock zum Frühstück hinunter und anschließend wieder hinauf. Was gestern noch ein Segen war, ist heute ein Fluch: Mühsam schleppe Klaus und Werner Gepäck und Rennrad über die Treppen nach unten.
Und dann kommt der eigentliche Kraftakt: 59 Kilometer Anstieg hinauf zum Montgenèvre-Pass. Teilweise warten extrem steile Rampen auf Werner – begleitet vom ständigen Dröhnen unzähliger Motorräder.
Während die Strecke immer höher führt, ändert sich auch das Wetter schlagartig. Statt sengender Hitze ziehen dichte Wolken auf, und die Temperaturen fallen auf gerade einmal 22 °C. Nach der Passhöhe folgt eine rasante Abfahrt nach Briançon: steil, kurvenreich und zusätzlich durch zahlreiche Baustellen erschwert. Als dann auch noch dichter Feierabendverkehr einsetzt, werden selbst die letzten Kilometer bis zu Unterkunft in Eygliers zur Geduldsprobe.
Jetzt gibt es nur noch ein Ziel: die wohlverdiente Erholung für den nächsten Alpen-Tag.
Kommentare
Elke
Was für eine tolle Aktion!!! Bin selbst leidenschaftliche Radfahrerin. Kette rechts!!!
Manfred
Lieber Werner, welch grandiose Leistung, alle Achtung, weiterhin gute Fahrt. Danke für die tollen Bilder.
Helmut
Lieber Werner, der Routinier auf der Extra-Route. Allen Widrigkeiten zum trotz schaffst du die Sonderaufgaben mit Souveränität. Respekt!
Kommentare
Was für eine tolle Aktion!!! Bin selbst leidenschaftliche Radfahrerin. Kette rechts!!!
Lieber Werner, welch grandiose Leistung, alle Achtung, weiterhin gute Fahrt. Danke für die tollen Bilder.
Lieber Werner, der Routinier auf der Extra-Route. Allen Widrigkeiten zum trotz schaffst du die Sonderaufgaben mit Souveränität. Respekt!