Südeuropa: Die gleiche Hitze. Eine andere Wirklichkeit.
02.08.2026 · 14:08 Uhr · Gerlinde Müller
Vor drei Wochen unterwegs in der Hitze – heute beherrschen Waldbrände die Schlagzeilen
Als das Charity-Team vor drei Wochen durch die Region Valencia fuhr, zeigte das Thermometer weit über 40 Grad. Die sengende Hitze machte jede Etappe zur Herausforderung. Heute sind es Waldbrände in Spanien, Frankreich und anderen Teilen Südeuropas, die die Nachrichten bestimmen. Die Temperaturen, die unserem Team das Radfahren erschwert haben, schaffen vielerorts Bedingungen, unter denen sich Feuer rasant ausbreiten können.
Flirrende Hitze auf dem Weg des Charity Tour-Teams
Auch in Frankreich haben gewaltige Waldbrände in den vergangenen Tagen große Flächen zerstört. Obwohl sich die Lage vielerorts inzwischen stabilisiert, prägen die Bilder von Rauch, Flammen und Evakuierungen Europa weiterhin.
Unser Team war nicht in den heutigen Brandgebieten unterwegs, hat die außergewöhnliche Hitze und Trockenheit aber selbst erlebt. Rückblickend wirken viele Eindrücke der Tour heute noch eindringlicher.
Die Suche nach einem Schattenplatz und aurreichend Trinkwasser beherrschten die Tour vor drei Wochen.
Während die Bilder aus Südeuropa derzeit die Nachrichten bestimmen, richten wir den Blick auch auf Äthiopien und Malawi. Dort sind Hitze, Trockenheit und ihre Folgen für viele Menschen keine Ausnahme, sondern Alltag. Besonders Kinder spüren die Auswirkungen – umso wichtiger sind Schulen, Bildung und Perspektiven.
Die Nachrichten dieser Tage können einen mutlos machen. Waldbrände, Dürren, Krisen und Konflikte bestimmen die Schlagzeilen. Manchmal scheint das alles so groß, dass der eigene Beitrag kaum ins Gewicht fällt.
Die vergangenen Wochen haben uns jedoch etwas anderes gezeigt. Eine Handvoll Menschen steigt auf ihre Fahrräder, fährt Tausende Kilometer durch sengende Hitze und bewegt viele andere dazu, sich ebenfalls einzubringen. Aus jedem Kilometer wird eine Spende. Aus jeder Spende entsteht Bildung. Aus Bildung wachsen Chancen. Genau dafür gibt es die Charity Tour.
Die Schlagzeilen werden sich ändern. Unsere Projekte in Äthiopien und Malawi bleiben. Deshalb geht auch unsere gemeinsame Hilfe weiter.
Und eine gute Nachricht gibt es dennoch: Unser Spendenbarometer ist inzwischen auf über 60.000 Euro gestiegen. Das zeigt: Die Charity Tour endet nicht an der Ziellinie. Sie lebt mit jeder Spende weiter – und mit jedem Menschen, der sich entscheidet, Teil dieser gemeinsamen Bewegung zu sein.
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