Tourbericht
Heute läuft absolut nichts nach Plan
41,5 Grad: Die Hitze zwingt das Team zum Tourabbruch bei Kilometer 88
Auch für Konstantin und Klaus beginnt der Tag alles andere als nach Plan. Zunächst muss Konstantins Rennrad in die Werkstatt, anschließend braucht auch der Tourvan noch einen kurzen Check – der Luftdruck stimmt nicht. Erst mit einiger Verzögerung können sich die drei auf den Weg machen, um Karsten und Caspar wieder einzuholen.
Währenddessen rollen die beiden Rennradfahrer motiviert durch die ersten Kilometer des Tages.

Auch ihren Humor verlieren Karsten und Caspar nicht. Als sie sich verfahren, entscheiden sie sich gegen den langen Umweg zurück. Stattdessen wagen sie kurzerhand die Überquerung des Kanals – nicht unbedingt der klassische Radweg, aber definitiv die spannendere Variante.

Trotz aller Herausforderungen gelingt ihnen ein wichtiger Meilenstein: Sie durchqueren die Millionenstadt Valencia. Was für Autofahrer oft nur Geduld erfordert, wird für Radfahrer zur echten Belastungsprobe. Dichter Verkehr, endlose Ampelphasen, Baustellen, ständig wechselnde Verkehrssituationen bis hin zu einem vierspurigen Kreisverkehr verlangen höchste Konzentration.
Als wäre das nicht genug, gibt auch noch eines der beiden Garmin-Navigationsgeräte den Geist auf. In einer Stadt wie Valencia bedeutet eine falsche Abbiegung schnell viele zusätzliche Kilometer und wertvolle Kraft, die bei dieser Hitze ohnehin knapp ist. Flüssiges Fahren ist kaum möglich. Häufig bleibt nur ein Fuß eingeklickt, um schnell reagieren zu können. Gleichzeitig strahlt der aufgeheizte Asphalt die Hitze erbarmungslos zurück. Jeder Tritt in die Pedale kostet Kraft, jeder Atemzug fällt schwerer.

Als Valencia endlich hinter ihnen liegt, scheint das Schwierigste geschafft zu sein. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Nur wenige Kilometer später fällt an einer Tankstelle die Entscheidung, die keiner treffen möchte:
Nach 88 Kilometern ist Schluss.

Das Thermometer zeigt 41,5 °C. Vor ihnen liegen noch rund 80 Kilometer und etwa 1.000 Höhenmeter, die aber erst bei Kilometer 130 beginnen. Karsten kämpft bereits seit der Durchquerung Valencias mit Kopfschmerzen. Unter diesen Bedingungen wäre eine Weiterfahrt wahrhaft unverantwortlich. Schweren Herzens und ziemlich frustriert brechen die beiden die Etappe ab.
„Es tut einfach richtig weh, wenn man für den guten Zweck Kilometer sammeln will und dann an der Hitze scheitert“, bringt Karsten die Stimmung auf den Punkt.
Auch die Landschaft erzählt ihre eigene Geschichte. Viele Flussbetten in und um Valencia sind nahezu ausgetrocknet – ein bedrückendes Bild dafür, wie extrem die Dürre und die Hitze diese Region inzwischen prägen.

Der Frust im Team ist riesig. Anfang Juli sind solche Temperaturen eigentlich noch die Ausnahme und die Charity-Tour wurde extra in die ersten beiden Ferienwochen in Hessen gelegt, um noch Ende Juni und Anfang Juli bei erhofft moderaten Temperaturen fahren zu können. Die größte Hitze kommt hier in Spanien normalerweise erst Ende Juli bzw. Anfang August. Umso bitterer ist es, dass ausgerechnet jetzt eine Hitzewelle die Tour ausbremst.
Heute läuft einfach nichts zusammen. Die Enttäuschung sitzt tief. Im Moment fehlen sogar die Worte. Niemand weiß, was die nächsten Tage bringen, oder ob der ursprüngliche Tourplan überhaupt noch zu halten ist und welche Kürzungen der Etappen oder noch frühere Startzeiten am Morgen erforderlich werden.
Doch gerade jetzt braucht das Team eines ganz besonders: das Gefühl, nicht allein zu sein.
Deshalb seid jetzt ihr gefragt! Bestärkt Karsten, Caspar, Werner, Konstantin und Klaus in ihrer Entscheidung. Schreibt ihnen ein paar aufmunternde Worte, macht ihnen Mut und zeigt ihnen, dass ihr hinter ihnen steht. Jeder einzelne Kommentar hilft. Also greift in die Tasten – und sorgt mit euren Nachrichten dafür, dass das Team wieder aufgebaut wird.
Und wem das Schreiben schwer fallen sollte - Spenden ist eine wundervolle Alternative 😊.
Kommentare
Seid nicht traurig, bitte! Für das heiße Wetter kann niemand von euch etwas und bedenkt, es gibt einen der das so zugelassen hat und doch spenden wir alle freudig weiter. Denn, wieviel Kraft habt ihr alle schon auf der Strecke gelassen und doch ist euer Mut und eure Zuversicht nicht in die Knie gegangen.
Achtet auf eure Gesundheit. Ihr seid wirkliche Helden. Unsere Gedanken sind bei euch. Immer!!!!!
Chapeau, ihr kämpft selbst bei dieser wahnsinnig großen Hitze wie die Profis bei der Tour de France, die ebenfalls von der Hitzewelle nicht verschont bleiben und ihr habt nicht das Equipment wie Eiswesten oder ähnliches.
Euer Tourabbruch ist vollkommen verständlich. Gesundheit geht allemal vor. Erholt euch gut!
Einen lieben Gruß von der Ostsee....haltet durch Männer...nach vorne schauen und durchhalten...
Eure Reise ist viel mehr als nur eine Radtour. Es ist eine Reise voller Mitgefühl, Großzügigkeit und Liebe. Ihr tragt die Hoffnungen von Kindern mit euch, die aus sehr armen Verhältnissen stammen und durch Bildung von einer besseren Zukunft träumen.
Wir beten, dass Gott euch auf jeder Straße beschützt, euch bei jeder Herausforderung stärkt und euch ermutigt, wenn ihr müde werdet. Möge Er euch Sicherheit, gute Gesundheit und Zusammenhalt schenken.
Im Namen der Kinder, ihrer Familien und unserer gesamten Gemeinde danken wir euch für euer Engagement und eure Großzügigkeit.
Möge Gott jeden Radfahrer reichlich segnen und jeden von euch sicher ins Ziel bringen.
Mit herzlicher Dankbarkeit und in Gebeten,
Girmaye Abebe
Neuapostolische Kirche Äthiopien
Ihr Armen. Ihr seid ja wirklich zu bedauern. Alles gegen euch. ABER WIR HIER ZUHAUSE IN DEUTSCHLAND SIND FÜR EUCH!!!
Ihr seid an einer großen Sache. Der Ideelle Wert der Charity Tour 2026 wird immer größer, wenn man eure Strapazen betrachtet. Ich wünsche euch gute Entscheidungen, in jeder Hinsicht. Achtet auf eure Gesundheit. Gesund ankommen. Radfahrers Abendlied: " Weicht ihr Berge, fallt ihr Hügel...."
Well done, Kater! Ich kenn Dich seit 30 Jahren beißen - teilweise bis ans Limit. Wird auch jetzt nicht anders sein. Trotzdem vernünftig bleiben und auf den Körper hören - diese Temperaturen sind nicht ohne. Muss ich Dir nicht erzählen, oder?👆😉
Liebes Charity-Team,
herzlichen Dank für eure großartige Leistung bis hierher. DANKE für eure Berichterstattung und DANKE für eure wertvolle Unterstützung der Schulen in Äthiopien und Malawi.
Wir wünschen euch weiter alles Gute, viel Kraft und Freude sowie beste Gesundheit.
Herzliche Grüße, euer Volker Keck
Wow, wow, wow!
Ich verfolge eure Tour mit großem Interesse und bin mir sicher, das die Spendenbereitschaft nicht von diesen extremen Bedingungen ausgebremst wird.
Weiter Gottes Schutz auf eurer Tour und viele bleibende Erlebnisse und Eindrücke!
Einfach grandios, euer 3-Generationen-Projekt!
Liebe Grüße in den heißen Süden Europas
Was für ein schöner Gruß aus Stralsund - Ahoi! Vielen Dank & Team Charity made it today - stay tuned!
Vielen Dank für eure Ermunterung. Diese hat richtig gut getan!
Auf bald!
Lieber Gert,
von diesen Eiswesten und Eiswürfeln im Trikot haben wir dieser Tage öfters geträumt. Aber es gibt ja noch die Old School Methode - Trinkflasche hoch, dem Vordermann auf den Rücken und sich selbst auf den Kopf - herrlich (nur blöd, wenn da vorher Limonade drin war 🙈 in der Hitze des Anstiegs aber auch egal). Auf bald!
Lieber Helmut, was wären wir ohne deine täglich gegen 06 Uhr eintreffenden Motivationssprüche - „weicht ihr Berge, fallt ihr Hügel“ finde ich genial und kommt mir auch irgendwie 🤔 bekannt vor.
Lieber Volker,
eine große Freude, von Dir als Mitglied des Vorstands von NAK Human diesen aufbauenden Mutmacher in dieser schweren Tourphase zu erhalten. Sehr gerne verwandeln wir Kilometer in Zukunft und teilen deinen Dank gerne mit allen Unterstützern, Spender und Freunden. Auf bald!
Liebe Birgit,
vielen Dank für deinen Mutmacher und deine guten Wünsche, die wir so gerne mit auf die weitere Reise nehmen. Dir eine gute Zeit & auf bald!
Dear Girmaye,
Thank you so much for your wonderful message. It comes approximately 7,500 kilometres far from us here in Spain. Your kind words deeply touched us, made us feel what true brothership is across continents and empowered us for today‘s ride which as the rides before was a tough one. But, most importantly, it is time to do good and we are grateful to be able to support the children, youth and people in Ethiopia by our Charity Tour. May the almighty be with us all and thank you again for your kind and touching words.
All the best, Yours Charity-Team
Hallo Ihr Lieben,
Von der ersten Tour an sitze ich jeden Abend und warte gespannt auf den Tagesbericht!
Manchmal zeigt sich Stärke nicht darin, jeden Kilometer zu fahren, sondern die richtige Entscheidung zur richtigen Zeit zu treffen.
Die extreme Hitze hat euch heute ausgebremst – nicht euer Wille. Wer unter solchen Bedingungen vernünftig handelt, gibt nicht auf, sondern sorgt dafür, dass die Reise weitergehen kann.
Die heute ausgelassenen Kilometer nehmen eurer Leistung nichts weg. Im Gegenteil: Sie zeigen, dass ihr Verantwortung über Ehrgeiz stellt.
Bleibt stolz auf das, was ihr bereits geschafft habt. Fahrt weiter mit demselben Teamgeist und derselben Leidenschaft. Die Menschen, die euch unterstützen, erinnern sich nicht an eine abgebrochene Etappe – sie erinnern sich daran, dass ihr euch gemeinsam für andere auf den Weg gemacht habt.
Alles Liebe - wir begleiten Euch in Gedanken!