Tourbericht

Früh aufstehen, Großes bewegen und Grenzen überwinden

01.07.2026 · 22:03 Uhr · Gerlinde Müller

Charity-Tour – Etappe 3: Frühstart, Rückenwind und hochsommerliche Temperaturen

Der Wecker klingelt bereits um 5:45 Uhr – ein Zeitpunkt, zu dem wohl jeder im Team lieber noch ein wenig weiterschlafen würde. Doch heute gilt einmal mehr: früh raus für den guten Zweck.

Der frühe Vogel fährt weiter 

Bereits um 6:20 Uhr laufen die letzten Vorbereitungen. Stimmt der Reifendruck? Sind alle Trinkflaschen gefüllt? Energy-Gels und Riegel eingepackt? Sonnencreme aufgetragen? Dann kann es losgehen. Kurz nach 6:30 Uhr startet das Charity-Team in Port Leucate - ganz ohne Frühstück - zur dritten Etappe.

Frühstart für den guten Zweck

Der frühe Start zahlt sich aus. Die Straßen sind nahezu menschenleer, der Verkehr ist praktisch nicht vorhanden. Dazu kommt ein kräftiger ablandiger Wind, der die Radfahrer zuverlässig in Richtung der spanischen Grenze schiebt. Während in Port Leucate perfekte Bedingungen zum Kitesurfen oder Windsurfen herrschen würden, nutzt das Team den Rückenwind lieber auf zwei Rädern.

Mit Rückenwind Richtung Spanien

Der erste Stopp erfolgt am Grenzpass oberhalb von Le Perthus. Das ursprünglich geplante Frühstück fällt etwas kleiner aus als gedacht – ein Frühstück zum Mitnehmen konnte Klaus im Hotel leider nicht organisieren. Stattdessen versorgt er das Team mit Wassermelone, Käse und Salami, bevor es wieder auf die Räder geht.

Bienvenidos – Willkommen in Spanien

Gut gestärkt geht es weiter in Richtung Le Perthus, wo das Charity-Team die französisch-spanische Grenze überquert. Der Grenzort verbindet beide Länder auf besondere Weise: Eine Straßenseite gehört noch zu Frankreich, die andere bereits zu Spanien. 

Die Strecke führt anschließend durch hügeliges Terrain in Richtung Girona. Auf einigen Abschnitten läuft es hervorragend: Dank Rückenwind und guter Straßenverhältnisse erreicht das Team zeitweise einen beeindruckenden Schnitt von 45 km/h.

Kultur am Streckenrand: Ein Abstecher nach Figueres

Während das Charity-Team auf dem Rad Richtung Girona unterwegs ist, macht Klaus eine kleine Versorgungspause und nutzt die Zeit für einen kurzen Abstecher nach Figueres. Die Geburtsstadt des weltberühmten Künstlers Salvador Dalí versprüht mediterranes Flair und ist vor allem für das außergewöhnliche Dalí Theatre-Museum bekannt. Das markante Gebäude mit seinen charakteristischen Eiern auf dem Dach gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Kataloniens und zieht Besucher aus aller Welt an. Für Klaus ist der kurze Zwischenstopp eine willkommene Gelegenheit, die Region auch kulturell kennenzulernen, bevor er das Team später wieder in Empfang nimmt und die Radfahrer wie gewohnt mit allem versorgt, was sie auf ihrer Charity-Tour benötigen.

Während die Räder rollen sammelt Klaus kulturelle Eindrücke in Figueres

Früh los, schnell unterwegs, glücklich im Ziel

Es steigen nicht nur die Kilometer auf dem Tacho, sondern auch die Temperaturen. Das Thermometer klettert auf rund 37 Grad, und immer wieder warten kurze, aber anspruchsvolle Anstiege auf die Fahrer.
Trotz der sommerlichen Hitze bleibt die Stimmung hervorragend. Das Team spürt, dass sich der frühe Start gelohnt hat, und erreicht gegen 14:30 Uhr gut gelaunt das Tagesziel in Girona.

Waschtag auf der Charity-Tour

Nach der Ankunft in Girona heißt es für die Tourältesten Klaus und Werner: Ärmel hochkrempeln. Während sich der Rest des Teams eine wohlverdiente Siesta gönnt, kümmern sich die beiden um die Wäsche. Schließlich gehören nicht nur viele Kilometer auf dem Rad, sondern auch frische Trikots und Hosen zu einer erfolgreichen Charity-Tour. Dank ihres Einsatzes startet das Team morgen früh wieder in sauberer Kleidung zur nächsten Etappe.

Heute ist Waschtag: Trikots, Hosen und Socken drehen ihre Runden in der Waschmaschine

Am Abend bleibt dann hoffentlich noch etwas Zeit, um die Altstadt von Girona zu erkunden und weitere Eindrücke dieser besonderen Etappe festzuhalten.

Nach einem erlebnisreichen Tourtag rückt das eigentliche Ziel der Charity-Tour wieder in den Mittelpunkt: Mit jedem gefahrenen Kilometer sammelt das Team Spenden für Kinder und Jugendliche in Malawi und Äthiopien – damit auch sie die Chance erhalten, an der Schönheit dieser Welt teilzuhaben.

Kommentare

Helmut

Hallo Charity-Team! Teilweise 45-er Schnitt!! Ihr seid ja wirklich flott dabei. Wie heißt das noch: Früher Vogel fängt den Wurm.

Gute Entscheidung, mal einfach ohne Frühstück die Morgenstunden zunutzen. Boun Camino würde ich sagen. Aber ihr seid ja mit dem Rad. Also: Buen viaje!

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