Tourbericht

Extra- Kilometer und Höhenmeter für den guten Zweck

28.06.2026 · 22:16 Uhr · Gerlinde Müller

Der erste Gipfel noch vor dem Tourstart

Eigentlich steht heute ein Ruhe- und Vorbereitungstag auf dem Programm. Ein letzter Tag zum Durchatmen, bevor die Charity Tour 2026 offiziell beginnt. Doch wer unser Team kennt, ahnt schon: Daraus wird nichts. Schnell entsteht die Idee: Wenn wir uns schon warmfahren, dann nicht irgendwo – sondern auf dem legendären Mont Ventoux.

Der Mont Ventoux - der Reise der Provence

Der Riese der Provence wartet

1.150 Höhenmeter, bis zu zehn Prozent Steigung, sengende Hitze und der berüchtigte Wind – der "Riese der Provence" flößt selbst erfahrenen Rennradfahrern Respekt ein. Mit seinen 1.910 Metern zählt der Mont Ventoux zu den bekanntesten und anspruchsvollsten Anstiegen Europas. Für viele ist er ein Lebenstraum, für unser Team der erste große Härtetest.

Für Karsten und Konstantin ist die Auffahrt eine Premiere. Caspar stellt sich dem Ventoux bereits zum zweiten Mal. Werner, der den Gipfel schon dreimal bezwungen hat, verzichtet diesmal bewusst auf die Auffahrt. Gemeinsam mit Klaus übernimmt er eine andere wichtige Rolle: anfeuern, motivieren und dort helfen, wo die Beine langsam schwer werden. Genau das macht unser Team aus – niemand kämpft allein.

Mit jedem Höhenmeter wird die Luft dünner, die Steigung steiler und das Brennen in den Beinen intensiver. Der Blick richtet sich immer häufiger auf die nächsten Meter. Immer wieder stellt sich dieselbe Frage: Reicht die Kraft bis zum Gipfel?

Immer weiter bergauf - ein harter Weg bis zum Gipfel und doch scheint es irgendwie auch Spaß zu machen: Videounterschrift

Der Moment, der alles vergessen lässt

Dann ist er plötzlich da – der Augenblick, auf den jeder hinarbeitet. Nach der kräftezehrenden Auffahrt öffnet sich der Blick auf die karge, fast mondähnliche Landschaft des Gipfels. Die Erschöpfung weicht einem unbeschreiblichen Gefühl aus Stolz, Erleichterung und Glück. Für Karsten und Konstantin ist es der erste Gipfelerfolg am Mont Ventoux, für Caspar ein emotionales Wiedersehen mit dem Giganten der Provence.

Noch schöner wäre allerdings, wenn mit jedem erreichten Höhenmeter auch unser Spendenbarometer weiter steigen würde.

Schweiß, Ausdauer, Teamgeist – geschafft!

Jeder Höhenmeter zählt doppelt

Die zusätzlichen Kilometer sind weit mehr als Training. Sie stehen für unseren Einsatz zugunsten von Kindern in Malawi und Äthiopien. Mit jeder Pedalumdrehung macht das Team auf seine Hilfsprojekte aufmerksam und wirbt um Unterstützung. Das eigentliche Ziel liegt deshalb nicht auf dem Gipfel des Mont Ventoux, sondern dort, wo Spenden Bildung, Perspektiven und Zukunft ermöglichen.

Der heutige Tag zeigt eindrucksvoll: Die Charity Tour beginnt nicht erst mit der ersten offiziellen Etappe. Sie beginnt mit Teamgeist und der Bereitschaft, über die eigenen Grenzen hinauszugehen – für Menschen, die unsere Hilfe brauchen.

Jeder gespendete Euro bringt uns unserem Ziel näher – genauso wie jeder Höhenmeter, den unser Team heute gemeinsam erklimmt.

Wer hat sich denn hier verewigt?

Kommentare

Alex T.

Herzlichen Glückwunsch! Ich habe ihn auch schon erklommen - mit dem Auto. Fand ich schon herausfordernd genug! Daher: Hammerleistung! Und dann alle so frisch! Unfassbar! Waren da auch wieder gefühlt 50 Fotografen am Wegesrand?

Euch weiter so! Bleibt gesund!

Karsten

Vielen Dank lieber Alex! Ja, bei den Fotografen wären wir wohl alle gern mit Kette rechts und sportlichstem Wiegetritt den Berg hinaufgeflogen….wären da nicht die 7-10% Steigung und der Gipfel zwar sichtbar aber gefühlt noch soooo weit. Das Bild, wo Caspar mir die Hand auf die Schulter legt, ist oben am
Gipfel entstanden und sagt alles. Der Traum!
Wir geben Gas!

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