Tourbericht
Bericht aus dem Fahrerlager
Videocall mit dem Charity Tour-Team:
Heute habe ich das Charity Tour Team getroffen - nein, ich war nicht in Spanien. Wir haben uns per Video-Call ausführlich ausgetauscht.
Sechs beziehungsweise sieben harte Etappen liegen bereits hinter den Fahrern. Und es wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, sie sähen erholt aus. Die Hitze setzt allen enorm zu. Nach Extremwerten von über 40 Grad wirken 35 Grad fast angenehm – sind sie aber ganz und gar nicht.
Wenn die Hitze Grenzen setzt
Caspar erzählt mir, dass man auf einer Etappe bei solchen Temperaturen zwischen acht und zwölf Litern Flüssigkeit verliert – eine kaum vorstellbare Menge. Diesen Verlust während der Fahrt auszugleichen, ist nahezu unmöglich. Irgendwann schmeckt das Wasser aus der Plastikflasche, das sich in der Hitze aufgeheizt hat, einfach nur noch scheußlich. Und es hilft auch nicht das Wasser einfach nur über den Kopf zu schütten.
Karsten ergänzt, dass es am Abend oft Stunden dauert, bis der Flüssigkeitshaushalt wieder einigermaßen ausgeglichen ist. Er erzählt schmunzelnd, wie er gestern Abend allein am Tisch saß und beim Kellner gleich vier alkoholfreie Cerveza (Biere) bestellt hat. Ich muss lachen, denn das verdutzte Gesicht des Kellners kann ich mir lebhaft vorstellen.
Gemeinsam für den guten Zweck
Alle versprechen mir, ihre Gesundheit über jeden sportlichen Ehrgeiz zu stellen. Dabei betont das Team einstimmig, dass ohnehin nicht der sportliche Ehrgeiz ihr Antrieb sei. Vielmehr ist es das alles überlagernde Ziel, mit jedem gefahrenen Kilometer Spenden für die beiden Projekte in Äthiopien und Malawi zu sammeln.
Selbst Werner, der hervorragend trainiert ist und zusätzlich bereits eine Woche Anreise mit dem Rennrad aus Slowenien in den Beinen hat, macht sich Gedanken darüber, wie alle gut durch die nächste Etappe kommen. Deshalb nimmt er die Tourplanung noch einmal unter die Lupe.
Währenddessen machen sich Klaus und Karsten auf den Weg zur Wäscherei. Caspar und Konstantin erkunden den Weg zur Fahrradwerkstatt. Konstantins Rad muss dort morgen früh als Erstes hin, bevor für ihn auf die nächste Etappe geht.
Morgen zählt jede Spende viel mehr als jeder Kilometer
Der morgige Tag wird vielleicht anders verlaufen als ursprünglich geplant. Die Mission bleibt jedoch dieselbe: Spenden für den guten Zweck zu sammeln.
Jetzt sind wir alle gefragt. Zeigen wir dem Team, dass wir hinter ihrer Mission stehen – ganz unabhängig davon, wie viele Kilometer sie morgen zurücklegen können. Lasst uns mit unseren Spenden die Zahl der geradelten Kilometer um ein Vielfaches übertreffen!
Macht mit. Erzählt anderen von der Charity Tour. Denn jeder Euro hilft und bringt die Projekte in Äthiopien und Malawi ein Stück weiter.
Kommentare
Wir vermissen das Foto mit den 4 Cervezas - Dann müssen wir das wohl bald nachstellen😇
🤣 ich kenne diesen netten Farmbesitzer aus dem Schwabenland gut. Bei diesem Wetter und nach einem Tag im Sattel ist das gar kein Problem. Foto liefern wir nach.